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Gedanken zur Ballonfahrerei mit Passagieren
Hinweise zu häufig gestellten Fragen

Die erste Frage lautet meist: „Was kostet eine Ballonfahrt?“
Die Antwort: in Deutschland zwischen € 2,00 und € 4,30 pro Minute je Passagier, was natürlich erklärungsbedürftig ist.

1. Buche ich bei einem Verein, einer Privatperson, die diese Fahrten nicht anbieten darf, so wie Sie auch keine Autofahrt, etwa vom Bahnhof zu einem Hotel, ohne Zulassungen und Genehmigungen, anbieten dürfen, oder bei einem Luftfahrtunternehmen, das, anders als der Privatpilot, vom Luftfahrt-Bundesamt
oder den Landesluftfahrt-Behörden zugelassen ist, laufend Gebührenpflichtig
geprüft wird und selbstverständlich auch Mehrwertsteuer zahlen muß.

2. Buche ich die Fahrt in einem „kleinen“ Ballon für 2, 3 oder 4 Passagiere oder in größeren für 6, 8, 12 oder gar 19 Passagiere (mehr ist hier nicht zugelassen).

3. Buche ich einen Fahrt ohne Angabe der Fahrtdauer (meist um 60 minuten)
oder fährt der gebuchte Ballon länger, etwa 75 bis 100 minuten.

Noch ein paar Zeilen zur Sicherheit:

Alle Piloten sind sicher. Sie mußten für Ihre Berechtigung, ein Luftfahrzeug zu führen, eine Prüfung ablegen.
Jedoch verlangt das LBA für die gewerbsmäßige Personenbeförderung eine zusätzliche und laufende Prüfung
des Luftfahrtpersonals (so werden wir im Gesetz genannt). Voraussetzung hierfür ist eine nachzuweisende Mindesterfahrung auf dem jeweiligen Luftfahrtgerät.

Ebenfalls einer besonderen Zulassung und Prüfung unterliegen gewerblich betriebene Luftfahrzeuge, was Mehrkosten bedeutet wie auch die zusätzliche Versicherung.

Privatpiloten brauchen dies alles nicht und fahren oder fliegen mit „privat“ zugelassenen Luftfahrzeugen was auch gut so ist.

Weitere Ausführungen erspare ich Ihnen jetzt, hoffe aber, daß Sie einen Einblick in die Materie erhalten konnten, um selbst zu beurteilen, ob das Angebot eines Luftfahrtunternehmers billig, teuer, günstig oder einfach gut ist.
Ein weiterer Grund für Preisunterschiede (bei zugelassenen Luftfahrtunternehmen) liegt beim Luftfahrt-
Unternehmer selbst.
Wenn dieser seinen Lebensunterhalt aus einer anderen beruflichen Tätigkeit bestreitet, kann er natürlich
günstiger anbieten als ein hauptberuflich tätiger Luftfahrtunternehmer.